Land of Samurai - Kofun-Zeit

Kofun-Zeit

Die Kofun-Periode erhielt ihren Namen aufgrund der in dieser Zeit entstandenen Hügelgräber. Da diese Form der Grabstätte jedoch auch in der nachfolgenden Asuka-Zeit errichtet wurde, werden Kofun- und Asuka-Zeit mitunter zusammengefasst.

In der Kofun-Zeit gab es einen intensiven Kontakt zu China, allmählich wurde der Buddhismus in Japan eingeführt und das zentralistische Staatssystem des chinesischen Reiches übernommen. Auch die chinesische Schrift und der chinesische Kalender fanden in dieser Zeit den Weg auf die japanischen Inseln.

Eine besondere Rolle spielte im Japan des 4. und 5. Jahrhunderts der Staat von Yamato auf der Insel Honshu, dessen gesellschaftlicher Aufbau auch als Yamato-Gesellschaftsordnung bezeichnet wird.

Es herrschte ein Tennō, der allerdings aufgrund der starken Stellung einiger großer Clans zeitweise faktisch machtlos war. Die bedeutendste dieser Großfamilien waren die Soga, die die Zentralisierung nach chinesischem Vorbild und die Einführung des Buddhismus in Japan gezielt förderten. Diese japanische Feudalgesellschaft war stark militärisch geprägt und trug dazu bei, einen zusammenhängenden Staat unter kaiserlicher Herrschaft zu schaffen.

Die Reformversuche der Familie Soga wurden zum Teil heftig bekämpft von anderen Familien des japanischen Hochadels, wie z.B. den Nakatomi und den Monobe. Diese sahen ihre soziale Stellung durch den Übertritt zum Buddhismus gefährdet, da sie ihre Legitimation aus dem Shintō und den japanischen Mythen bezogen. So dauerte es einige Zeit, bis die Einführung des Buddhismus in Japan offiziell erfolgen konnte1).

Neben der Annexion einiger japanischer Gebiete kam es zu ersten militärischen Unternehmungen auf dem Gebiet des heutigen Korea und als Folge der Eroberungen zu einem starken Einfluss des Yamato-Reiches in den koreanischen Staaten bis ins 6. Jahrhundert hinein. Der Staat von Yamato gilt als „das erste historische fassbare Reich mit einem imperialen Machtanspruch“2). Der Wille zur Expansion zeigt sich beispielsweise in der Eroberung des koreanischen Mimana im Jahr 369 n. Chr.

1) Vgl. Dettmer: Grundzüge, S. 21
2) Krieger, Geschichte Asiens, Köln Weimar Wien 2003, Band 1, Seite 196.